EnergieSchweiz

Front Runner Zug setzt auf strategische Nachhaltigkeit

Die Stadt Zug entwickelt ein umfassendes Nachhaltigkeits-Managementsystem. Gleichzeitig setzt sie drei innovative Projekte um: Windenergie am Zugerberg, ein CO₂-Tracking-Tool und Thermal Mapping gegen Hitze.

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Strategieprojekt: Nachhaltigkeit in der Verwaltung verankern

Die Stadt Zug mit ihren rund 32'000 Einwohnenden steht vor einer wichtigen Frage: Können historisch gewachsene Verwaltungsstrukturen die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung meistern? Um diese Frage zu beantworten, nutzt Zug die Sustainable Development Goals (SDG) der UNO als Rahmen.

Die Ausgangslage

Viele Verwaltungsstrukturen in Zug sind über Jahrzehnte gewachsen. Sie sind nicht systematisch an den Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet. Es gibt bereits zahlreiche Strategien – von Energie und Klima über Mobilität bis Bildung. Diese wurden unabhängig voneinander entwickelt. Oft ist unklar, welche Entwicklungsziele sie unterstützen oder behindern. Zudem fehlt ein Prozess, um den Fortschritt zu prüfen.

Das Vorgehen

In Workshops lernt das Verwaltungskader die SDG kennen. Zehn Interviews zeigen, wo die Departemente in ihrer nachhaltigen Entwicklung stehen. Jedes Departement erhält drei bis vier SDG, die zu seinem Bereich passen. In weiteren Workshops erarbeiten die Teams kommunale Aufgaben aus den SDG-Unterzielen. Die Vorschläge werden in Handlungsempfehlungen gesammelt und dem Stadtrat übergeben.

Das Ergebnis

Zug hat organisatorische und betriebliche Handlungsempfehlungen erarbeitet. Im 2025 entscheidet der Stadtrat, welche er umsetzen will.

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Unsere Priorität: Gemeinsame Nenner in der nachhaltigen Entwicklung finden.
Walter Fassbind, Leiter Umwelt und Energie der Stadt Zug

Die drei Umsetzungsprojekte

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Die Stadt Zug verdichtet sich stetig. Um die Lebensqualität hochzuhalten, will Zug Überhitzung verhindern und die nächtliche Auskühlung fördern. Mit Sensoren an rund 300 Standorten erfasst die Stadt Temperaturdaten. Eine Software macht diese der Öffentlichkeit zugänglich. So kann Zug Hitze-Hotspots ermitteln und konkrete Massnahmen zur Abkühlung definieren.

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Ein Windpark mit drei bis fünf Windrädern am Zugerberg könnte 10 bis 15 % des städtischen Strombedarfs decken. Besonders im Winter würde er Produktionseinbrüche von Photovoltaik kompensieren. Die Vertiefungsstudie untersucht Machbarkeit und Umweltauswirkungen. Ziel: eine systematische Grundlage für den möglichen Bau schaffen.

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Die städtischen Liegenschaften werden zu 65 % mit fossilen Energieträgern beheizt. Die Web-App «CO₂mpass®» verknüpft Gebäudedaten mit GIS-Daten zur Erd- und Fernwärmenutzung. Damit kann Zug verschiedene Szenarien berechnen und realisierte CO₂-Einsparungen überwachen. Das Tool liefert wichtige Grundlagen für die Sanierungs- und Investitionsplanung.

Key Learnings für alle Front Runner

Die bisherigen Front-Runner-Gemeinden geben ihre wichtigsten Erkenntnisse weiter.

Erfolg braucht ein gemeinsames Zielbild. Nutzen Sie das Strategieprojekt, um alle Abteilungen auf eine Vision auszurichten. So arbeiten alle mit gebündelten Kräften an den Klimazielen.

Binden Sie von Anfang an verschiedene Bereiche ein. Der Austausch bringt Synergien, neue Perspektiven und macht Projekte erfolgreicher. Interdisziplinäre Zusammenarbeit lohnt sich.

Wagen Sie Neues, auch wenn nicht alles von Anfang an planbar ist. Das Front-Runner-Programm senkt Risiken durch finanzielle Unterstützung und Austausch mit anderen Gemeinden.

Holen Sie sich Expertise von aussen. Universitäten, Fachhochschulen oder Planungsbüros bringen neutrale Sichtweisen ein. Das erleichtert die Akzeptanz in der Verwaltung. Alternative: Schaffen Sie eine temporäre Stelle, um Wissen intern aufzubauen.

Entdecken Sie Front-Runner-Projekte

Entdecken Sie, was Front-Runner-Gemeinden konkret umsetzen. Lassen Sie sich von erfolgreichen Energie-Projekten anderer Gemeinden inspirieren: Front Runner

Haben Sie Fragen? Wenden Sie sich an Walter Fassbind, Leiter Umwelt und Energie der Stadt Zug.

E-Mail058 728 98 71

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