Die Stadt Winterthur schärft mit «Smart ConnEKKt» die Rollen ihrer Fachstelle Klima und Smart City. Gleichzeitig fördert sie Start-ups mit einem Inkubator, vernetzt Quartiere mit «ZEV hoch 2» und entwickelt einen Sanierungsleitfaden für Denkmäler.

Die Stadt Winterthur mit ihren rund 120'000 Einwohnenden steht vor einer wichtigen Frage: Wie können die Fachstellen Klima und Smart City Winterthur optimal zusammenarbeiten?
Die Fachstelle Klima und Smart City Winterthur arbeiten an ähnlichen Themen. Im Tagesgeschäft laufen bereits viele Projekte rund um das Energie- und Klimakonzept «EKK2040» und die Smart-City-Strategie. Es ist schwierig, mit der nötigen Aussensicht die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen zu optimieren. In der Gemeindeverwaltung fehlen Strukturen, die eine fachstellenübergreifende Zusammenarbeit fördern. Externe Partnerinnen und Partner entlasten zwar die Organisationseinheiten, ihre Koordination ist aber aufwendig.
Zuerst nehmen Studierende der HSG einen Abgleich der Smart-City-Strategie mit dem Energie- und Klimakonzept «EKK2040» vor. Nach diesem Abgleich zeigt die ZHAW den beiden Bereichen in einem Workshop auf, wo Synergien liegen. Haupterkenntnis: Viele Themen wie Energieversorgung, Mobilität oder Partizipation sind für beide Bereiche relevant. Die Verantwortlichkeiten müssen klar geregelt sein. In einem weiteren Workshop verteilen die Teilnehmenden Aufgaben neu. Das Innovationsteam heisst die Vorschläge gut.
Winterthur hat mit «Smart ConnEKKt» eine klare Lösung entwickelt. Die Rollen sind geschärft: Die Fachstelle Klima hat inhaltlich die Federführung für Klimathemen. Smart City Winterthur ist hauptverantwortlich für alle Methoden und Tools. Smart City unterstützt die Fachstelle Klima mit innovativen Methoden wie Design Thinking, Living Labs oder Tools für E-Partizipation. Die Fachstelle Klima definiert Indikatoren und leitet Partizipationsforen. Diese Aufgabenteilung gilt auch für andere Abteilungen der Stadtverwaltung. Als weitere Massnahme wird die Smart-City-Strategie überarbeitet und mit einem Monitoringsystem ergänzt.
«Die Förderung von Smart Energy Start-ups hat grosses Potenzial für uns.»
Winterthur will innovative Energie-Lösungen fördern. Deshalb entwickelt die Stadt zusammen mit der ZHAW School of Engineering einen Inkubator für Start-ups. Junge Unternehmen erhalten Zugang zu Laboren, Werkstätten und Testinfrastruktur der Hochschule. ZHAW-Forschende begleiten die Start-ups fachlich. So entstehen innovative Energie-Lösungen, die Winterthur helfen, wichtige Ziele des Energie- und Klimakonzepts 2040 zu erreichen. Stadt und Kanton co-finanzieren das Umsetzungsprojekt.
Das Projekt «ZEV hoch 2» verbindet Bewohnende und Firmen in einem innovativen Energie-Netz: Solarenergie wird vom Dach produziert und gespeichert, Elektro-Fahrzeuge werden gemeinsam genutzt. Hauptfokus sind bestehende Gebäude in drei unterschiedlichen Pilotarealen: Gewerbezone, gemischte Zone und Wohngebiet. Das Umsetzungsprojekt wird durch die Stadt Winterthur co-finanziert.
Energieeffiziente Gebäude und Denkmalschutz lassen sich manchmal nur schwierig vereinbaren. Winterthur analysiert deshalb zusammen mit Hausbesitzenden, der Denkmalpflege und Planenden die wichtigsten Herausforderungen bei der Sanierung denkmalgeschützter Wohngebäude in Innenstädten. Das Resultat ist ein Sanierungsleitfaden, der ein gemeinsames Verständnis für gute Lösungen schafft. Er dient als Grundlage für einen reibungsloseren Vollzug und bezieht sich auf Innenstädte allgemein.
Die bisherigen Front-Runner-Gemeinden geben ihre wichtigsten Erkenntnisse weiter.
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